So kannst du helfen
Du kannst mehr helfen, als du vielleicht denkst. Das gilt in Familie und Freundeskreis, bei der Arbeit, in Arztpraxen und auf Ämtern.
Woher kennst du die betroffene Person?
Was fast immer hilft
Manche haben PEM: Schon kleine Belastung kann ihre Beschwerden verschlimmern, oft erst Stunden oder Tage später. Überlastung kann die Krankheit dann chronisch und schwerer machen.
- Glaube der Person, wenn sie sagt, dass ihre Energie nicht reicht.
- Frag konkret: «Was würde dir heute helfen?»
- Nimm kurzfristige Absagen an, ohne Vorwurf.
- Biete Hilfe an: einkaufen, kochen, Papierkram erledigen oder zu Terminen mitgehen.
- Respektiere Pausen und Grenzen, ohne Druck zu machen.
Quellen: D-A-CH-Konsensus-Statement zu ME/CFS, 2024, Flyer von Long Covid Schweiz «Long Covid: Verstehen, um zu unterstützen», 2026
Der Kampf darum, dass man ihnen glaubt
Viele Menschen mit Long Covid oder ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) müssen darum kämpfen, dass man ihnen glaubt. Dieser Kampf kostet Kraft, die ohnehin fehlt. Wenn du der Person glaubst, muss sie sich bei dir nicht rechtfertigen.
«Das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, ist – neben den unerträglichen Symptomen – das Schlimmste an der Krankheit.»
Quellen: Umfrage von Long Covid Schweiz, 2022, Schweizer Studie zu ME/CFS, 2023
Was du besser sagst
- Statt«Du siehst doch gut aus.»Lieber«Ich glaube dir, auch wenn man es nicht sieht.»
- Statt«Beweg dich doch mehr.»Lieber«Du kennst deine Grenzen am besten.»
- Statt«Ich bin auch oft müde.»Lieber«Das klingt nach viel mehr als Müdigkeit.»
- Statt«Ist das nicht nur Stress?»Lieber«Ich nehme deine Beschwerden ernst.»
Bleib an der Seite der Person, auch wenn vieles nicht mehr geht wie früher.



